Schlaganfall- & Gefäßprävention

Gehirn schützen, bevor etwas passiert

Viele relevante Gefäßveränderungen entwickeln sich über Jahre – oft ohne spürbare Beschwerden. Schlaganfälle entstehen deshalb häufig scheinbar „plötzlich“, obwohl der zugrunde liegende Prozess lange vorher begonnen hat.

Ziel meiner neurologisch-gefäßmedizinischen Abklärung ist es, individuelle Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen und gezielt gegenzusteuern – bevor es zu bleibenden neurologischen Schäden kommt.

Ich war viele Jahre Leiter einer Schlaganfallstation. In dieser Zeit habe ich zahlreiche Patienten gesehen, bei denen vor dem Ereignis keine eindeutigen Warnzeichen bestanden. Genau deshalb ist Prävention so wichtig.


Für wen ist eine Gefäßabklärung besonders sinnvoll?

Eine strukturierte Einschätzung des Schlaganfallrisikos ist insbesondere empfehlenswert bei:

  • Bluthochdruck, erhöhten Blutfetten oder Diabetes
  • familiärer Belastung (Schlaganfall oder Herzinfarkt bei nahen Angehörigen)
  • Herzrhythmusstörungen, insbesondere Vorhofflimmern
  • Rauchen, Schlafapnoe oder starkem Übergewicht
  • nach TIA oder Schlaganfall
  • vorübergehenden neurologischen Symptomen (z. B. Sprach- oder Sehstörungen, Schwächegefühle)
  • Gedächtnis- oder Konzentrationsveränderungen in Kombination mit vaskulären Risikofaktoren

Auch ohne aktuelle Beschwerden kann eine Abklärung sinnvoll sein, wenn mehrere Risikofaktoren zusammentreffen.


Was wird untersucht?

Die Abklärung erfolgt individuell und medizinisch begründet – kein schematisches Screening.

Je nach Fragestellung gehören dazu:

  • ausführliche Risiko- und Krankengeschichte
  • Durchsicht der aktuellen Medikation
  • neurologische Untersuchung
  • Ultraschall der hirnversorgenden Gefäße (Doppler/Duplex), falls angezeigt
  • Einordnung aller Befunde im Gesamtzusammenhang

Auf dieser Basis erfolgt eine persönliche Risikoeinschätzung mit konkreten Empfehlungen.


Wie geht es danach weiter?

Im Mittelpunkt steht immer ein realistischer, umsetzbarer Plan:

  • Anpassung von Risikofaktoren (z. B. Blutdruck, Cholesterin)
  • ggf. medikamentöse Optimierung
  • Beratung zu Lebensstilfaktoren wie Bewegung, Schlaf und Stress
  • Verlaufskontrollen in sinnvollen Abständen

Prävention bedeutet nicht, dass man sich unmittelbar „besser fühlt“. Ihr Nutzen besteht darin, die Wahrscheinlichkeit schwerer Ereignisse zu reduzieren. Falls Medikamente wie Statine empfohlen werden, erfolgt dies stets individuell und unter Berücksichtigung von Verträglichkeit und Alternativen.


Ziel

Ziel ist nicht, Sie krank zu machen –
sondern Ihre neurologische Gesundheit langfristig zu schützen.


Terminvereinbarung
Bitte bringen Sie vorhandene Vorbefunde sowie eine aktuelle Medikamentenliste mit.

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